Home Rechtsgebiete Rechtsanwälte Urteile Arbeitshilfen Kooperationspartner
UrteileSteuerrecht Steuerstrafrecht Gesellschaftsrecht Arbeitsrecht Erbrecht Verkehrsrecht Allgemeines Zivilrecht Familienrecht Handelsvertreterrecht
Winter & Held
Allgemeines Zivilrecht
Herstellerregeln beachten

Wenn eine Fachfirma bei einer Wartung nicht die Vorschriften des Herstellers beachtet, macht sie sich schadensersatzpflichtig. Wie der Bundesgerichtshof entschieden hat, gilt dies auch dann, wenn die Anforderungen des Produzenten über die "anerkannten Regeln der Technik" hinausgehen. Im Streitfall hatte ein Unternehmen einen Gasmotor bei der Generalüberholung beschädigt, weil ihm mangels Autorisierung durch den Hersteller dessen Wartungsvorschriften nicht zugänglich waren (Az.: VII ZR 164/08).

Erhebung von Hinsendekosten bei Widerruf unzulässig

Der BGH hat entschieden, dass ein Verkäufer von Waren im Fernabsatzgeschäft einen Verbraucher nicht mit den Versandkosten für die Hinsendung der Ware an den Verbraucher belasten darf, wenn dieser von seinem Widerrufs- oder Rückgaberecht Gebrauch macht. Der Kläger ist ein Verbraucherverband. Die Beklagte betreibt ein Versandhandelsunternehmen. Sie stellt ihren Kunden für die Zusendung der Ware einen Versandkostenanteil von pauschal 4,95 Euro pro Bestellung in Rechnung. Der Kläger nimmt die Beklagte auf Unterlassung der Erhebung solcher Kosten nach Ausübung des Widerrufs- oder Rückgaberechts bei Fernabsatzgeschäften in Anspruch. Das Landgericht hat der Klage stattgegeben. Das Oberlandesgericht hat die dagegen gerichtete Berufung zurückgewiesen. Die Revision des Versandhandelsunternehmens hatte vor dem BGH keinen Erfolg. Der BGH hatte das Revisionsverfahren ausgesetzt und dem EuGH die Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt, ob die Richtlinie 97/7/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20.05.1997 über den Verbraucherschutz bei Vertragsabschlüssen im Fernabsatz (Fernabsatz-Richtlinie) dahin auszulegen ist, dass sie einer nationalen Regelung entgegensteht, nach der die Kosten der Zusendung der Waren auch dann dem Verbraucher auferlegt werden können, wenn er den Vertrag widerrufen hat (Beschl. v. 01.10.2008). Dies hat der EuGH bejaht und zur Begründung ausgeführt, dass mit Art. 6 der Fernabsatz-Richtlinie eindeutig das Ziel verfolgt wird, den Verbraucher nicht von der Ausübung seines Widerrufsrechts abzuhalten. Deshalb liefe eine Auslegung, nach der es den Mitgliedstaaten der Europäischen Union erlaubt wäre, eine Regelung vorzusehen, die dem Verbraucher im Fall eines solchen Widerrufs die Kosten der Zusendung in Rechnung stellt, diesem Ziel zuwider (EuGH, Urt. v. 15.04.2010 - Rs. C-511/08 - NJW 2010, 1941). Aufgrund dieser für die nationalen Gerichte bindenden Auslegung der Fernabsatz-Richtlinie durch den EuGH sei § 346 Abs. 1 BGB i.V.m. §§ 312d, 357 BGB richtlinienkonform dahin auszulegen, dass dem Verbraucher nach dem Widerruf eines Fernabsatzvertrages ein Anspruch auf Rückgewähr geleisteter Hinsendekosten zusteht. Dementsprechend sei es Verkäufern von Waren im Fernabsatzgeschäft – wie der Beklagten im entschiedenen Fall – verwehrt, Verbrauchern die Kosten für die Hinsendung der von ihr vertriebenen Waren auch dann aufzuerlegen, wenn diese von ihrem Widerrufs- oder Rückgaberecht Gebrauch machen.

Steuerrecht
Abgabenordnung: Haftung Vorstand FG Hamburg hat sich mit der Frage der Haftung eines Vorstandsmitgliedes einer Aktiengesellschaft für...
Steuerstrafrecht
Falsche Kilometer-Angaben als Steuerhinterziehung Das FG Neustadt hatte zu entscheiden, welche steuerlichen Folgen aus überhöhten...
Gesellschaftsrecht
  Eigenbedarfskündigung einer BGB-Gesellschaft für einen Gesellschafter trotz beabsichtigter Wohnungsumwandlung zulässig...
DR. WINTER HELD & PARTNER
Rechtsanwälte
- Rechtsgebiete
- Urteile
- Arbeitshilfen
- Steuerrecht
- Handelsrecht
- Kooperationspartner
- Arbeitsrecht
- Verkehrsrecht
- Impressum
- Kontakt
Copyright © 2009 - 2010 Dr. Winter Held & Partner Rechtsanwälte , Kanzlei für Steuern und Recht :: Rellingen | LogIn |